Einleitung Unter dem Prinzip der Photovoltaik versteht man eine direkte Umwandlung von Strahlungsenergie in elektrische Energie. Kern der Technologie in der heutigen Anwendung bilden dabei Halbleiter wie Silizium, die unter Zufuhr von Licht oder Wärme elektrisch leitfähig werden. Gegenwärtig unterscheidet man Solarzellen der unterschiedlichen Generationen auch anhand der eingesetzten Materialien. Während die dickschichtige Siliziumtechnik bereits 1954 in Solarzellen der ersten Generation zum Einsatz kam, wird heutzutage ein wachsender Anteil der weltweit produzierten Zellen auf Basis neuer Verfahren hergestellt. Die massiven Kapazitätsausweitungen und der Neben den siliziumbasierten, kristallinen Zellen setzen Hersteller zunehmend auf sogenannte Dünnschichtzellen, bei denen die Halbleiter in hochfeinen Schichten auf Trägermaterialien aufgebracht werden. Neben amorphem Silizium kommen vornehmlich Cadmium-Tellurid oder Kupfer-Indium-Gallium Verbindungen zum Einsatz. Eine dritte Generation bilden die organischen Zellen oder Farbstoffsolarzellen. Bislang noch im experimentellen Stadium, werden hier Werkstoffe der organischen Chemie als Halbleiter eingesetzt. Trotz der technologischen Reife der Photovoltaiksysteme der ersten und zweiten Generation, liegt das größte Wachstumshemmnis dieses CleanTech Segments in den bislang noch hohen Herstellungskosten der Komponenten und der damit vergleichsweise kostenintensiven Stromproduktion. So beläuft sich der Preis für Solarstrom pro Kilowattstunde technologische Fortschritt der letzten Jahre senken die Kosten der Photovoltaik jedoch kontinuierlich, während die zunehmende Rohstoffknappheit und Kompensationszahlungen über Emissionsrechte die Preise konventioneller Energieträger stetig steigen lassen. Diese gegenläufige Entwicklung führt dazu, dass die Netzparität, gemeint ist die kostenmäßige Wettbewerbsfähigkeit von Solarstrom gegenüber herkömmlich erzeugtem Strom, etwa in Deutschland bereits 2015 erreicht werden kann. In sonnenreicheren Ländern ist die Netzparität bereits früher denkbar [DCTI: 2009, S. 3]. – je nach Technologie, Standort und Konfiguration der Anlage – auf derzeit rund 0,40 €. Die Stromgestehungskosten konventionell erzeugter Energie aus Kohle-, Gas- oder Atomkraftwerken liegen dagegen mit rund 0,08 bis 0,10 € je Kilowattstunde deutlich niedriger [ISET/ BWE: 2006, S. 4]. Wenngleich in dieser vereinfachten Rechnung die Folgekosten der konventionellen Energieerzeugung durch Umweltschäden, Klimawandel oder Probleme bei der Endlagerung nicht eingerechnet sind. Ein Vergleich reiner Einkaufspreise ist damit aus Sicht der Nachhaltigkeit nur bedingt aufschlussreich. 10