
105© DCTI 2009 | Studienband 1 - Solarenergie KAPITELVII 10. Viele Produzenten von amorphen Silizium-Modulen (a-Si) bemängeln, dass sich das Verhältnis Kosten-Aufwand bei mikromorphen Modulen noch nicht rechnet. Wie sehen Sie das? Wir müssen natürlich deutlich mehr investieren, um den Wirkungsgrad zu steigern – denn der Wirkungsgrad ist durch nichts zu ersetzen. Das senkt die Kosten der gesamten Photovoltaikanlage. Es macht schon einen gewaltigen Unterschied, ob ich 60 oder 100 Module bei gleicher Leistung installieren muss. Der relative Anteil von Unterkonst- ruktion, Montagematerial und Installationskosten an den Gesamtkosten wird immer wichtiger. Auch begrenzte Fläche bei Dachanlagen spielt eine Rolle. Mit 5,5 Prozent Wirkungsgrad haben a-Si-Produzenten enorm hohe Systemkosten; diese bestehen bei Wirkungsgraden, die Richtung 10 Prozent laufen, nicht. 11. Wie sieht es mit der Konkurrenz durch kristalline Siliziummodule aus? Es gibt immer noch einen Preisunterschied zwischen den kristallinen und den Dünn- schichtmodulen, der im Wesentlichen durch die höhere Leistungsdichte der kristallinen Module begründet liegt. Durch die schnelle Steigerung des Wirkungsgrads schließen wir auf, schneller als etwa ein Produzent, der auf der amorphen Technologie stehen bleibt. Zu den kristallinen Modulen ist der Preisunterschied zwar kleiner geworden aber immer noch vorhanden. Dazu kommt die Tatsache, dass für den Investor der Ertrag pro Kilowatt bei Nutzung von mikromorphen Dünnschichtmodulen deutlich höher ist. Dies ist begründet durch das bessere Schwachlichtverhalten und den optimierten Temperatur- koeffizienten.