Mono- und polykristalline Solarzellen Solarzellen aus mono- und polykristallinem Silizium sind die am häufigsten verwendete Technologie. Bei der monokristallinen Zellproduktion werden aus einer hochreinen Siliziumschmelze Stäbe gezogen, die Ingots, aus denen anschließend dünne Scheiben gesägt werden, die Wafer. Basierend auf einer Befragung, die vom Marktforschungsinstitut EuPD Research Anfang 2009 unter mehr als 300 deutschen Installateuren durchgeführt wurde, hatten monokristalline Module in Deutschland einen Anteil von 40 Prozent, die polykristalline Technologie kam auf 51 Prozent [EuPD Research: 2009a, S. 101]. Die Wirkungsgrade liegen im kommerziellen Bereich zwischen 16 und 18 Prozent. Bei dem monokristallinen Verfahren werden etwas höhere Wirkungsgrade als bei der polykristallinen Technik erreicht. Die polykristalline Produktion arbeitet mit Siliziumblöcken, die aus hochreinem Silizium gegossen werden. Defekte an der Oberfläche des Materials, die durch die vereinfachte Produktion entstehen, sorgen dabei für etwas geringere Wirkungsgrade. Allerdings ist diese Technik kostengünstiger. Die Einsatzgebiete der mono- und polykristallinen Solarzellen liegen vor allem im privaten Aufdachbereich, wo aufgrund der meist begrenzten Dachfläche Zellen mit höheren Wirkungsgraden bevorzugt eingesetzt werden. Dünnschicht Solarzellen Dünnschichtzellen gewinnen Marktanteile hinzu Im Vergleich zu konventionellen mono- und polykristallinen Solarzellen erobert die Dünnschicht kontinuierlich Marktanteile. Auf Grundlage der genannten Installateursbefragung wuchs der Anteil von 2006 auf 2009 von sieben auf neun Prozent. Generell unterscheidet man folgende Technologien, die in der kommerziellen Anwendung sind: • • • amorphe (a-Si) sowie mikromorphe Solarzellen (µ-Si) Zellen aus Cadmium-Tellurid (CdTe) Zellen aus Kupfer-Indium-(Gallium)-Selen (CIS/ CIGS) Durch die günstigeren Herstellungskosten gegenüber mono- und polykristallinen Solarzellen wird die Dünnschichttechnologie vor allem bei großen, industriellen Aufdachanlagen und im Freiflächenbereich eingesetzt. Die Nachteile der geringeren Wirkungsgrade können dabei durch größere Flächen und niedrigere Preise kompensiert werden. 14