DCTI - Solarenergie

Nicht zuletzt den stabilen Förderbedingungen in Deutschland ist es zu verdanken, dass deutsche Unternehmen in weiten Teilen der Wertschöpfungskette zur weltweiten Spitze gehören. Ob auf der Stufe der Siliziumgewinnung mit Wacker Chemie, bei der Waferproduktion mit der Deutschen Solar AG oder bei den Zellherstellern mit Q-Cells, auf jeder Wertschöpfungsstufe sind führende, deutsche Hochtechnologieunternehmen vertreten. Der Bundesverband Solarwirtschaft geht davon aus, dass der Marktanteil deutscher Unternehmen auf allen Wertschöpfungsstufen im Durchschnitt bei 20 Prozent liegt [BSW-Solar: 05/2009a, S. 3]. Obwohl keine eigentliche Stufe der Photovoltaik-Wertschöpfungskette, liefern Maschinen- und Anlagenbauer doch das Rüstzeug für die Technologiebranche. Als Zuliefererindustrie haben sie maßgeblichen Anteil an den hohen Wachstumsraten der letzten Jahre. Dabei werden gleichermaßen Anwendungen für die Siliziumgewinnung, sowie die Wafer- und Zellenproduktion geliefert. Mit innovativen Ideen tragen der Maschinen- und Anlagenbau dazu bei, händische Prozesse in der Photovoltaik zu industrialisieren. Aus Handarbeit und Kleinserienfertigung sind so automatisierte Massenproduktionsprozesse geworden. Dabei steht nicht nur die eigentliche Produktion der Photovoltaikerzeugnisse im Vordergrund, sondern gleichzeitig auch die Einbindung der Rohstoffanlieferung und nachgelagert die Entsorgung von Werkstoffen, die in den Fabrikkonzepten zunehmend berücksichtigt werden müssen [Solarpraxis AG: 2008, S. 6 ff.]. Als immer wichtiger werdende strategische Partner für die Industrie, setzen die Maschinen- und Anlagenbauer an diesen Punkten an. Sie bieten vermehrt umfassende Konzepte für ganze Photovoltaikfabriken und nicht nur für die eigentlichen Produktionslinien an. Nicht zuletzt dadurch trägt die Branche erheblich zu den sinkenden Produktionskosten und der Optimierung der Wirkungsgrade bei, was die Technologie künftig weiter als ernstzunehmende Alternative im Energiemix positioniert. Führend in dieser Branche ist etwa der schweizerische Ausrüster Oerlikon. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Fertigung von Produktionslinien für die Modulproduktion und Zellbeschichtung. Forschung und Entwicklung In einer Hochtechnologie wie der Photovoltaik spielt die Forschung und Entwicklung eine erhebliche Rolle. In den vergangenen Jahren konnten Produktions- und Produktneuerungen auf den nachgelagerten Wertschöpfungsstufen maßgeblich durch den Einsatz von Forschungsgeldern vorangetrieben werden. Auch in der Zukunft ist diese Stufe unerlässlich für die Entwicklung effizienterer Solarzellen und trägt maßgeblich zur Senkung der Produktionskosten bei. Unter dem steigenden Konkurrenzdruck ist diese Stufe zum wichtigen Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit der Solarunternehmen und den Solarstandort Deutschland geworden [EuPD Research: 2008b, S. 42]. Wertschöpfung der Photovoltaik: Deutsche Unternehmen sind auf allen Stufen der Wertschöpfung vertreten. Jedes fünfte Unternehmen kommt aus Deutschland. < Grafik 4: Wertschöpfung der Photovoltaik > 22

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