DCTI - Solarenergie

Griechenland Im griechischen Photovoltaikmarkt herrscht derzeit Aufbruchstimmung. Auch wenn er mit knapp 20 MW neu installierter Leistung in 2008 noch ein eher kleiner und überschaubarer Ländermarkt ist, könnte sich in den nächsten Jahren ein Boom einstellen. Der Optimismus begründet sich in erster Linie auf zwei Gesetzesnovellen aus dem Januar und Juni 2009 für Groß- und Kleinanlagen. Betreiber von Kleinanlagen erhalten über 25 Jahre eine Einspeisevergütung von 55 Cent pro kWh, die damit deutlich über der Förderung vieler anderer Länder liegt. Auch eine Deckelung des Marktes ist nicht vorgesehen. Skeptiker führen auch hier an, dass sich durch die hohen Vergütungen eine ähnliche Entwicklung wie in Spanien vollzieht [Photon: 07/2009, S. 28 f.]. Bisher prägen allerdings die in den Mittelmeerregionen üblichen, langwierigen Genehmigungsprozesse das Bild. Eine überlastete Behörde bremst so die Entwicklung des gesamten Photovoltaikmarktes, urteilen die Experten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW 2009). Nach Informationen des Bankhauses liegen der zuständigen Behörde Anträge für Anlagen mit einer Leistung von mehr als 3,7 GW vor. Gigantisch angesichts derzeitiger Wachstumsraten im niedrigen zweistelligen Megawattbereich. Fraglich ist allerdings, ob die gemeldeten Anträge auch nur ansatzweise in realen Projekten münden. Dennoch stehen die Unternehmen in Griechenland bereits in den Startlöchern [SWW: 08/2009, S. 188 ff.]. Tschechien Tschechien: Hoffnungsträger in Osteuropa Nach einer Erhöhung der Fördertarife im Jahr 2007 und der Ausweitung der Vergütungen auf 20 Jahre wird im tschechischen Markt das höchste Potential aller osteuropäischen Länder gesehen. Betreiber von Photovoltaikanlagen können bei der Vergütung ihres Solarstroms jährlich zwischen zwei Modellen wählen. Dabei existiert eine feste Einspeisevergütung und ein grüner Bonus, der auf den normalen Marktpreis für Strom aufgeschlagen wird, und alternativ für den Eigenverbrauch des erzeugten Stroms in Anspruch genommen werden kann. Zusätzlich existiert eine interessante Möglichkeit für öffentliche Einrichtungen. Dabei können Großprojekte, deren Gesamtkosten über 25 Millionen Euro liegen, bis Ende 2009 Zuschüsse beantragen, bei denen bis zu 85 Prozent der Projektkosten abgedeckt werden [photovoltaik: 03/2009, S. 36 ff.]. Trotz der attraktiven Förderbedingungen hat der tschechische Markt derzeit noch mit einem geringen öffentlichen Bewusstsein für Photovoltaik zu kämpfen. Zudem haben die Marktteilnehmer bislang noch wenig Erfahrung mit der Technologie und kommen meist aus anderen Industrie-, Handwerks- oder Geschäftsbereichen. Trotz allem konnten laut EuPD Research 2008 schätzungsweise 38 MW neu installiert werden. Für das aktuelle Jahr rechnet der Marktforscher mit ca. 100 MW. 30

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