USA Der amerikanische Markt gilt schon seit Jahren als einer der interessantesten Zukunftsmärkte. Doch erst die Wahl Barack Obamas zum Präsidenten, und dessen positive Ankündigungen bezüglich erneuerbarer Energien bereits im Wahlkampf, könnten für eine Trendwende in den USA sorgen. Der amerikanische Markt birgt ein enormes Potential, das bisher aber noch nicht genutzt werden konnte. Zudem ist in dem Flächenstaat immer noch eine starke regionale Konzentration vorhanden. Regionen wie Kalifornien, New Jersey, Colorado oder Nevada dominieren den Markt, während in anderen Regionen Solarenergie bislang keine Rolle spielt. 2008 hielt Kalifornien so 67 Prozent des gesamten amerikanischen Marktvolumens im Bereich der Photovoltaikinstallationen, New Jersey – immerhin zweitgrößter Photovoltaikstandort in den USA – kam im gleichen Zeitraum auf neun Prozent, Colorado auf Platz drei verbuchte fünf Prozent Marktanteil. Nach der Einführung des Fördersystems über einen Investitionsfreibetrag, den Investment Tax Credit (ITC) im vergangenen Jahr, gehen Experten davon aus, dass der Photovoltaikmarkt in den USA jährlich um bis zu 50 Prozent wachsen kann. 2009 wird der Markt jedoch, entgegen anderslautender Vermutungen aus den Vorjahren, immer noch eine Nebenrolle im internationalen Photovoltaikgeschäft spielen. Für das laufende Jahr wird eine neu installierte Leistung von 500 MW angenommen, die sich bis zum Jahr 2013 auf jährlich rund 2.600 MW steigern könnte [EuPD Research: 2009d, S. 20]. Erst dann wäre der amerikanische Markt, nach heutigen Kennzahlen, der größte Ländermarkt der Welt. USA: Auf dem Weg zum größten Solarmarkt der Welt China Chinesische Unternehmen profitierten bisweilen stark von den boomenden Photovoltaikmärkten in Europa, allen voran dem deutschen und spanischen. Aufgrund eines bislang nicht vorhandenen heimischen Absatzmarktes ist die chinesische Industrie stark vom Export abhängig und wird von dem derzeitigen Angebotsüberhang besonders getroffen. Bislang mangelt es China noch an einem effizienten Konzept, welches die Binnennachfrage ankurbeln könnte. Insgesamt wurden schätzungsweise 150 MW Photovoltaikleistung installiert. Auch das im März 2009 überraschend veröffentlichte Förderprogramm der Regierung dürfte nicht mehr als ein erster Gehversuch in Richtung einer langfristigen Förderung der Photovoltaikbranche sein. Auf Grundlage des veröffentlichten Dokuments erhalten lediglich Anlagen ab einer Leistung von 50 kW einen Investitionszuschuss von 20 Yuan, umgerechnet 2,31 Euro pro Watt. Voraussetzung ist allerdings die Installation an oder auf einem Gebäude [Photon: 04/2009, S. 24 f.]. Der Fokus der Förderung richtet sich also eindeutig auf die gebäudeintegrierte Photovoltaik. China: Erste Gehversuche mit Photovoltaikförderung © DCTI 2009 | Studienband 1 - Solarenergie KAPITEL III 31