Eine weitere Anforderung stellt das zuständige Finanzministerium an die Wirkungsgrade. So müssen monokristalline Module mindestens 16 Prozent Wirkungsgrad aufweisen, multikristalline 14 Prozent und Dünnschichtmodule mindestens sechs Prozent. Eine solche Beschränkung ist bisweilen einmalig. In einer weiteren Erklärung zum Förderprogramm wurde zudem deutlich, dass die Priorität auf öffentliche Gebäude wie Schulen, Krankenhäuser oder Regierungseinrichtungen gelegt wird [pv magazine: 05/2009, S. 42 ff.]. Nicht berücksichtigt werden dagegen bislang Freiflächenanlagen und kleinere Anlagen für private Betreiber [Photon: 04/2009, S. 24 f.]. Zwar ist jüngst wieder ein zusätzlicher Tarif für Freiflächenanlagen im Gespräch, eine abschließende Entscheidung steht aber noch aus. Zudem ist das Programm bislang auf Installationen aus dem Jahr 2009 beschränkt. Danach wird über die weitere Förderung entschieden. Marktteilnehmer hoffen aber, dass das Programm den Startschuss für eine langfristige Förderung und den Aufbau eines heimischen Marktes darstellt. Südkorea Südkorea: Zurück zum Atomstrom Vom einstigen Ziel bis zum Jahr 2011 insgesamt eine Photovoltaikleistung von 1,3 GW zu installieren ist Südkorea weit abgerückt. Durch die Einführung von Einspeisetarifen konnten bis 2008 schätzungsweise knapp 200 MW installiert werden. Seit diesem Jahr steht aber fest, dass die Einspeisevergütungen abgeschafft und ab 2012 durch Renewable Portfolio Standards ersetzt werden. Den Standards zufolge sollen die Energieversorger eine bestimmte Menge an Ökostrom in ihrem Strommix integrieren [Photon: 04/2009, S. 26 f.]. Der Beitrag der erneuerbaren Energien soll so bis 2030 auf 11 Prozent gesteigert werden. Wenn es nach der Regierung geht, werden bis 2030 nicht einmal zwei GW an Photovoltaikleistung realisiert, deutlich weniger als ursprünglich geplant. Anlass für die Streichung der Einspeisevergütung sind die hohen Kosten, die dem Staat dadurch entstanden sind. In Südkorea werden diese, wie in Spanien auch, durch Steuergelder gedeckt. Die neue Strategie setzt langfristig auf den Ausbau der Atomenergie, deren Anteil von knapp 15 Prozent 2007 auf 28 Prozent bis 2030 gesteigert werden soll [a.a.O.]. Für das kommende Jahr hält EuPD Research dennoch einen weiteren Zubau im Bereich der Photovoltaik von ca. 400 MW für möglich. 32