dämmung Mineralwolle, Schaumglas oder Polyurethanschaum verwendet wird, setzen die teureren Vakuumkollektoren bei der Minderung von Wärmeverlusten auf evakuierte, also luftleere Röhren mit innenliegendem Absorber. Gerade bei hohen Temperaturen sind die Leistungsverluste der Flachkollektoren deutlich größer als im Vergleich zu Vakuumröhren. Der Absorber der Flachkollektoren besteht heute überwiegend aus dunkel beschichteten Kupfer- oder Aluminiumblechen, die mit wärmeleitenden Rohren verbunden sind. Die Verrohrung ihrerseits ist mit hitzebeständigen Thermolacken beschichtet, um die Wärme im Speichermedium möglichst verlustfrei zum Solarspeicher zu leiten. Entscheidend ist zudem die Beschaffenheit des Oberflächenglases, das neben der Schutzfunktion für die darunterliegenden Rohre vornehmlich zur Leistungsfähigkeit der Kollektoren beiträgt. Während früher vielfach Schwarzchrom zur Beschichtung auf die Glasoberfläche aufgebracht wurde, sind aus Gründen der besseren Ökobilanz und des leichteren Recyclings heute Beschichtungen auf Titan- oder Kupferbasis gängiger. Zudem sind die Glasfronten stark entspiegelt, um möglicht viel Licht zum Absorber leiten zu können. Vakuumröhrenkollektor Der entscheidende Unterschied zu den Flachkollektoren liegt, wie bereits angesprochen, in der Art der Wärmedämmung. Bei diesem Kollektortyp kommen jeweils zwei ineinander verbaute Glasröhren, umgeben von einem Vakuum, zum Einsatz. Während die innere Röhre das Trägermedium umschließt, sorgt die äußere Röhre für die nötige Dämmung. Man spricht dabei auch vom „Thermoskannenprinzip“. Bei den Vakuumröhrenkollektoren unterscheidet man zudem zwei unterschiedliche Funktionsweisen. Neben den „direkt durchflossenen“ Vakuumröhren gibt es die sogenannten Wärmerohre, auch Heat Pipes genannt, die zur Energieerzeugung auf Kondensation setzen. Das Prinzip einer Thermoskanne © DCTI 2009 | Studienband 1 - Solarenergie KAPITEL IV 39