Kernpunkte der Deployment Roadmap and Strategic Research Agenda, die sich mit der Marktentwicklung im Bereich der Solarthermie beschäftigt, sind demnach die Ausweitung der privaten und öffentlichen Investitionen in solarthermische Anlagen und die Entwicklung neuer, technologisch ausgereifter Systeme für die Prozesswärmegewinnung, die industrielle Kühlung und Anwendungen zur Meerwasserentsalzung oder Wasseraufbereitung. So kann die Bedeutung dieses alternativen Energiezweigs mittel- und langfristig gestärkt werden, um ein Marktumfeld jenseits des Wohngebäudemarktes zu erschließen [ESTTP: 2009, S. 23]. Hieraus lassen sich drei unterschiedliche Szenarien für das künftige Marktwachstum in Europa ableiten. Während in der untersten Kurve das Business-as-Usual Szenario, also die Fortschreibung der derzeitigen Entwicklung abgetragen ist, werden auch ein moderates und ein beschleunigtes Wachstumsszenario angenommen. Bei der letztgenannten Annahmen wird davon ausgegangen, dass neben den bestehenden Technologien auch intensiv in Forschung und Entwicklung investiert wird. Dabei würde je das volle Potential der Märkte ausgeschöpft. Im Schnitt lassen sich so Wachstumsraten von 20 Prozent ermitteln, die bis 2030 970 GWth erreichen könnten. Damit würden die Solarkollektoren dann bereits acht Prozent des gesamten Wärmebedarfs zur Verfügung stellen. In Verbindung mit Energiesparmaßnahmen und neuen, verschärften Richtlinien zur Wärmedämmung in Wohngebäuden, könnte die so erzeugte Wärme sogar einen Anteil von 40 Prozent liefern. Bis 2050, so lässt sich aus der Grafik entnehmen, könnten unter den optimistischen Annahmen des Full R&D Szenarios sogar 2.576 GWth installiert sein. Ausreichend um dann 50 Prozent des europäischen Energiebedarfs emissionsfrei aus Sonnenkraft zu decken. 50