DCTI - Solarenergie

In der Konzentratortechnik unterscheidet man vier unterschiedliche Kraftwerkstypen, die sich im Wesentlichen durch die eingesetzten Kollektoren differenzieren. Während die eigentliche Energieerzeugung der eines konventionellen Kraftwerks ähnelt, liegt der größte Unterschied darin, dass bei der CSP einzig Sonnenstrahlung zur Wärmeerzeugung und damit zur Energiegewinnung eingesetzt wird. Zwar existieren daneben kombinierte Kraftwerke, sogenannte Hybridkraftwerke, bei denen durch den ergänzenden Einsatz fossiler Brennstoffe eine zusätzliche Befeuerung in strahlungsärmeren Zeiten möglich ist. Der Grundtypus des Konzentratorkraftwerks ist jedoch rein sonnenbasiert. Parabolrinnenkraftwerk Dieser Kraftwerkstyp zählt aktuell zu den am weitesten verbreiteten im Bereich der Konzentratortechnik und ist die einzige bereits massenmarkttaugliche Anwendung. Laut Marktforschern wie EuPD Research waren 2008 weltweit bereits Parabolrinnenkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 469 MW installiert [EuPD Research: 2009f, S. 30]. Greenpeace spricht in seinem aktuellen Bericht gar von gerundeten 500 MW für 2009 [Greenpeace: 2009, S.18]. Umgerechnet würden so in diesem Jahr mehr als 16.000 GWh Strom erzeugt. Parabolrinnen: Ausgereifte Technik In einem Parabolrinnenkraftwerk kommen in Reihe montierte, gewölbte Spiegel als Kollektoren zum Einsatz. Diese Reflektorwannen bündeln das einfallende Licht in einer Brennlinie, in der ein Absorberrohr verläuft. Die Länge dieser Kollektoreinheiten kann dabei je nach Bauart zwischen 20 und über 100 Metern variieren. Anders als bei Paraboloidkraftwerken, bei denen statt länglicher Reflektorrinnen zweiachsiggeführte, tellerförmige Parabolschüsseln zum Einsatz kommen, werden die Parabolrinnen meist nur einachsig der Sonne nachgeführt. Die Reflektoren richten sich so optimal zur Sonne aus, wodurch zu jeder Tageszeit der günstigste Einstrahlwinkel und die größt-mögliche Energieausbeute garantiert wird. Die so konzentrierten Sonnenstrahlen erhitzen das in den Absorberrohren zirkulierende Trägermedium. Als typische Arbeitstemperatur eines solchen Kraftwerks gelten 400 °C. Das auf 56

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