diese Weise erhitzte Fluid wird dann durch eine Reihe von Wärmetauschern geleitet und erzeugt überhitzten Dampf, durch den wiederum ein Generator zur Stromerzeugung angetrieben wird. Der entscheidende Vorteil der Technologie liegt nach Ansicht von Marktexperten in der hohen Marktreife und der Wirtschaftlichkeit dieser Art von Anlagen. Mit rund 21 Prozent Wirkungsgrad und Stromerzeugungskosten von 0,12 - 0,15 Euro je Kilowattstunde gilt dieser Anlagentyp als wirtschaftlich besonders ausgereift [Deutsche Bank: 2009, S. 12 f.] Solarturmkraftwerk Bei den Solarturmkraftwerken, auch Zentralreceiverkraftwerke genannt, steht der Absorber auf einem Solarturm im Zentrum eines Kollektorfeldes. Kreisförmig angeordnete Heliostate werfen das Sonnenlicht punktgenau auf die „Brennkammer“, in der je nach Stärke der Strahlung Temperaturen zwischen 700 °C und 1.000 °C erreicht werden. Bedingt durch die hohen Temperaturen, ist der thermodynamische Wirkungsgrad dementsprechend höher als bei Solarfarmen, die auf Parabolrinnen setzen. Erhitzt wird in der Brennkammer des Kraftwerks ein Trägermedium, das die gebündelte Sonnenenergie speichert. Am gebräuchlichsten sind dabei Wasserdampf, Heißluft oder flüssige Salzschmelzen, die als Fluide die thermische Energie speichern, transportieren und durch Dampfdruck in einer Turbine oder Rekristallisation freisetzen können. Ein entscheidender Vorteil dieser Zentralrecieverkraftwerke liegt neben den deutlich höheren Arbeitstemperaturen und den somit höheren Wirkungsgraden, in einer geringeren Flächenintensität im Vergleich zu Parabolrinnenkraftwerken. Wenngleich die Investitionskosten einer solchen Anlage teils deutlich über den anderer CSP Technologien liegen, bietet sich diese Technik überall dort an, wo Grundstückspreise hoch oder Bauflächen besonders knapp sind [EuPD Research: 2009f, S.17]. Ein erster Prototyp einer solchen Anlage steht seit diesem Jahr in Jülich. Hohe Investitionskosten – geringer Flächenbedarf © DCTI 2009 | Studienband 1 - Solarenergie KAPITEL V 57