Paraboloidkraftwerk Auch dieses Kraftwerksprinzip beruht wesentlich auf der Bündelung und Konzentration von Sonnenstrahlen in einem Brennpunkt. Das Prinzip der Paraboloidspiegel setzt dabei gleichfalls auf die Erhitzung eines flüssigen oder gasförmigen Wärmemediums in einem Receiver. Dabei werden leicht Temperaturen von 750 °C erreicht. Typischerweise haben DishFarm-Anlagen, wie die Paraboloidkraftwerke genannt werden, einen Durchmesser von mehreren Metern. Sogenannte Big Dishs kommen gar auf einen Durchmesser von bis zu 25 Metern. Die Nennleistung jeder Kollektoreinheit liegt bei etwa 10 kW, kann bei einem Big Dish aber bis zu 25 kW erreichen. Damit eignen sich die Anlagen sowohl als autarke Solitäre zur Versorgung kleinerer Verbrauchseinheiten in netzfernen Regionen als auch zum Einsatz im Verbund. So stehen die Anlagen vielmehr in Konkurrenz zur Photovoltaik. Modular, flexibel aber wenig wirtschaftlich Der modulare Charakter der Paraboloidkraftwerke macht die Technologie besonders flexibel im Einsatz. In der Theorie lassen sich die Kraftwerke so ideal nach dem jeweiligen Bedarf konfigurieren und in der Größe fast beliebig skalieren. Nachteilig sind aktuell die immer noch hohen Kosten im Vergleich zu anderen CSP Kraftwerken. Wirtschaftlich reichen Dish-Farmen heute noch nicht an die übrigen Technologien heran. Das erklärt auch, warum bislang nur kleinere Referenzanlagen in Betrieb sind. Trotz der derzeit marginalen Marktanteile, sprechen Experten den Paraboloidkraftwerke für die Zukunft durchaus gute Chancen zu. Von bis zu 1.000 MW spricht Greenpeace [Greenpeace: 2009, S. 18] in seiner Potentialanalyse, die Experten von EuPD Research sehen gar ein Potential von 1.600 MW in den nächsten Jahren [EuPD Research: 2009f, S. 30]. 58