Die Förderung richtet sich nach den aktuellen Strompreisen und fällt damit im internationalen Vergleich eher gering aus. Darin ist festgehalten, dass 10 Prozent der Primärenergie des Landes bis 2025 aus erneuerbaren Energiequellen bereitgestellt werden soll. Bereits 2015 soll aber die Solarenergie einen Anteil von 5 Prozent am Energiemix ausmachen. Ambitioniert sind diese Vorgaben vor allem angesichts der derzeit extrem niedrigen Stromkosten. Trotzdem rangiert Algerien, eigentlich als Erdöl- und Gaslieferant bekannt, nach Aussagen von EuPD Research weltweit auf Rang 3 der attraktivsten CSP Standorte, gleich nach Spanien und den USA [EuPD Research: 2009f, S. 100]. Rang 5 beansprucht Ägypten in der Ländermarktauswertung [a.a.O.]. Auch hier sorgen die Sonnenintensität, die verfügbare Fläche und die Zielvorgaben für den Ausbau neuer Energien seitens der Regierung für ein investorenfreundliches Klima. In Marokko dagegen setzt die Regierung bislang eher auf Wind- und Wasserkraft. Aufgrund der langen Küstenlinie bieten sich diese Anwendungen im nordafrikanischen Königreich besonders an. Ein weiterer Schwachpunkt des sonnenreichen Staates sehen die Autoren von EuPD Research im Fehlen eines einheitlichen Förderprogramms zur Unterstützung von CSP Kraftwerken [EuPD Research: 2009f, S. 48 f.]. Insgesamt rangiert das Land damit nur auf Rang 12 der EuPD Research Länderwertung. Dennoch wird der Einsatz von Konzentratorkraftwerken in Verbindung mit Photovoltaikanlagen und Windkraftwerken in diesen Regionen intensiv diskutiert. Das kürzlich bekanntgemachte Projekt DESERTEC, ein Verbund unterschiedlicher Energieformen zur Stromversorgung der Mittelmeerregion und Nordeuropas, ist eines der größten und zukunftsweisenden Projekte der Gegenwart. Mittel- & Südamerika Potential in Brasilien und Mexiko Aufgrund mangelnder Förderprogramme zum Ausbau von Konzentratorkraftwerken gelten Brasilien und Mexiko als die schwächsten Kandidaten in der Reihe der herausragenden CSP Nationen. Zwar fehlt bislang noch eine politische Förderung, doch die natürlichen Gegebenheiten in beiden Ländern sind vielversprechend. Gerade in Mexiko sehen Fachleute hinreichendes Potential für weiteres Wachstum im Bereich der Solarkonzentratoren. Dabei könnte das mittelamerikanische Land von seiner Nähe zu den USA und der dort ansässigen CSP Industrie profitieren. Brasilien ist laut EuPD Research zwar bislang noch nicht selber aktiv auf dem Feld der Solarkonzentratoren, die Nation habe aber aufgrund hoher Bevölkerungsdichte und eines starken Wirtschaftswachstums künftig gesteigerten Bedarf an Energie, so die Autoren [ebd., S.90]. Bislang beschränkt sich der Erneuerbare-Energien-Mix zwar überwiegend auf Biokraftstoffe, Windenergie und kleinere Wasserkraftwerke. Doch im Zuge einer Förderinitiative ergeben sich besonders im nordöstlichen São Francisco Becken und der Region um Sobradinho attraktive Standorte für Konzentratorkraftwerke. 64