Interview mit Dagmar Vogt, Geschäftsführerin/CEO und Gründerin der vogt solar GmbH und Carel Zwankhuizen, Managing Director. 1. Was zeichnet Ihr Unternehmen – Ihrem Selbstverständnis nach – als CleanTech-Treiber aus? Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Nutzung von regenerativen Energien und der Photovoltaik im Besonderen voranzutreiben. Diesem Ziel widmen wir seit Jahren viel Zeit und „Energie“. Im Zuge der Professionalisierung der Industrie konnten wir die Unternehmensgruppe zu einer Fokussierung in diesem Bereich führen. Seit mehr als 7 Jahren sind wir ausschließlich im Bereich der Photovoltaik tätig. Jedoch ist das Verständnis nicht nur das Arbeiten in der Branche, sondern ein ganzheitliches Vorgehen: Angefangen von dem Bezug von Strom aus regenerativen Quellen bis hin zur ressourcensparenden Planung von Solar-Fabriken und Solar-Kraftwerken sowie die Unterstützung von internationalen Projekten zum Klimaschutz. 2. CleanTech gilt als Wachstumsmarkt. Teilen Sie diese Meinung und welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach die Solarenergie? Aufgrund knapper werdender fossiler Energieträger, dem Ziel der massiven CO2-Reduzierung und der stärker werdenden Nachhaltigkeitsbestrebungen ist CleanTech (bzw. Erneuerbare Energien) zweifelsfrei ein Wachstumsmarkt. Seit Unternehmensgründung verfolgen wir die Vision, Strom langfristig ausschließlich aus Erneuerbaren Energien zu erzeugen. Die Solarenergie wird, mit der in naher Zukunft erwarteten Netzparität, einen signifikanten Beitrag in ökonomischer und ökologischer Hinsicht leisten. 3. Wo sehen Sie Synergien in den verschiedenen CleanTech-Feldern? Gerade im Bereich Clean Tech wird mit der Vergangenheit gebrochen. Die Energieversorgung war in der Hand weniger und erfolgte zentral. Gerade die CleanTech Branche setzt auf dezentrale Versorgung und intelligente Vernetzung. Somit werden Synergien der unterschiedlichen Technologien genutzt, die je nach Standort individuell kombiniert werden können. Die Photovoltaik bietet Strom zu den Zeiten, wo der Verbrauch in den Industrienationen am höchsten ist. Dieser Strom lässt sich daher zur Abdeckung der Spitzenlasten mit nahezu allen anderen Energieformen kombinieren. Als Hybridanwendungen kommen zurzeit die Kombination von Sonne und Wind zum Einsatz. Bei dem Einsatz dieser Kombination im Zusammenhang mit der Speicherung der Energie, spricht man in der Zukunft von der Mobilität von morgen. 80