Interview mit Dr. Alexander Kirsch, Vorstandsvorsitzender Centrosolar Group AG 1. Was zeichnet Ihr Unternehmen – Ihrem Selbstverständnis nach – als CleanTech-Treiber aus? Wir bringen Solarstromanlagen auf die Dächer. Wir tun dies nicht nur mit effizienten Photovoltaik Modulen, sondern auch durch intensive Unterstützung der Installateure. Das beschleunigt die Verbreitung der Solartechnik. 2. CleanTech gilt als Wachstumsmarkt. Teilen Sie diese Meinung und welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach die Solarenergie? CleanTech ist eine Zukunftsindustrie. Eigentlich mehr noch: Wenn CleanTech nicht sehr schnell wächst, haben wir schlicht und ergreifend gar keine Zukunft. Unter allen Energieträgern, nicht nur unter den sauberen Energieträgern, hat die Sonnenenergie als einzige das Potential, unseren globalen Energiebedarf wirklich zu decken. 3. Wo sehen Sie Synergien in den verschiedenen CleanTech-Feldern? Wir werden die verschiedenen Energieträger stärker miteinander kombinieren und klüger nutzen. Wir brauchen ein „smart energy grid“, das gewisse Ähnlichkeit mit dem Internet aufweisen wird. Vor allem dezentrale Energiequellen werden wichtiger – die Solaranlage auf dem Hausdach ist ein typisches Beispiel hierfür. 4. Wie sieht Ihre Wachstumsstrategie im Bereich CleanTech aus? Photovoltaik, Photovoltaik, Photovoltaik. 5. Wie bewerten Sie die politische Unterstützung für die CleanTech-Branche bisher – auf nationaler bzw. internationaler Ebene mit Blick auf die EU, USA und den Rest der Welt? Was kann zukünftig optimiert werden? Politiker in allen Ländern unterschätzen noch immer die Dringlichkeit. 86