26 2 Transport In der Regel findet die Verarbeitung der biogenen Rohstoffe in regionalen bzw. nationalen Kreis- läufen statt. Diese Entwicklung wird in Deutschland beispielsweise im Rahmen des Wettbewerbs „Bioenergie-Regionen“ vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucher- schutz gefördert. Ziel ist es, durch regionale Wirtschaftskreisläufe Arbeitsplätze zu schaffen und die regionale Wertschöpfung zu erhöhen. Der Hauptgrund für den oftmals regionalen Charakter der Bioenergie – zumindest auf den ersten Stufen der Wertschöpfung – ist die niedrige Energiedichte von unverarbeiteter Biomasse, die einen Transport beispielsweise von geernteten Energiepflanzen über längere Strecken wirtschaft- lich unrentabel machen würde. So finden sich etwa Fabriken für Holzpellets, die Holzabfälle wie Sägespäne verarbeiten, oftmals im unmittelbaren Einzugsbereich der holzverarbeitenden Industrie. Gleiches gilt auch für von Landwirten betriebene Biogasanlagen, in denen Energie aus vor Ort anfallenden organischen, landwirtschaftlichen Abfällen und Energiepflanzen gewonnen wird. So spielt die Transportlogistik im Bioenergiebereich primär bei den nachgelagerten Ebenen der Wertschöpfungskette eine größere Rolle, beispielsweise bei der Lieferung von Palmöl und Holzpellets oder dem ins Erdgasnetz eingespeisten Biomethan. 3 Lagerung In den letzten Jahren ist die Menge an Biomasse, die einer energetischen Verwendung zugeführt wird, deutlich angestiegen und Experten gehen davon aus, dass auch zukünftig die Verwendung von Biomasse als erneuerbarem Energieträger zunehmen wird. Dementsprechend steigt auch der Anteil der Biomasse, der vor der Weiterverarbeitung und energetischen Nutzung zwischengela- gert werden muss, kontinuierlich an. Bereits heute erreicht die Zwischenlagerung von Biomasse, vor allem in Form von Alt- oder Restholz aus der Holzindustrie, in Deutschland Größenordnungen von mehreren 1000 t [BAM: 2009, S. 1]. Pflanzen – und damit auch Energiepflanzen – unterliegen einem natürlichen Wachstumszyklus. Somit kann das Einbringen der Ernte vom Zeitpunkt der Nutzung des bioenergetischen Potenzi- als abweichen. Um beispielsweise Biogasanlagen ganzjährig mit Biomasse beschicken zu können, ist eine Zwischenlagerung des pflanzlichen Substrats notwendig. In Deutschland ist dafür die Silierung die übliche Form, um Ganzpflanzen zu konservieren. Dabei ist jedoch wichtig, durch geeignetes Silagemanagement die für die später gewünschte Methanbildung maßgeblichen Inhaltsstoffe zu erhalten [Heiermann, M., et all.: 2009, S. 4ff]. Zwischenlagerung garantiert die energetische Nutzung über den gesamten Jahresverlauf
