DCTI - Bioenergie Vers.1.2

55© DCTI 2010 | Studienband 3 - Bioenergie Biomasse-Heizkraftwerke Neben der Verwendung von Bioenergie zur reinen Stromerzeugung, besteht die Möglichkeit im Rahmen der Kraft-Wärme-Kopplung auch die bei der Verbrennung der Biomasse entstehende Abwärme energetisch zu nutzen. Dadurch steigt der energetische Wirkungsgrad im Vergleich zur reinen Stromerzeugung. Die kombinierte Nutzung der Biomasse zur Wärme- und Stromer- zeugung weist somit auch den höchsten Nutzungsgrad in Bezug zur eingesetzten Biomasse auf. In der Praxis werden daher nahezu alle Biomassekraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung als Bio- masseheizkraftwerke betrieben. Technisch möglich ist es auch, dem Abgasstrom eine Gasturbine nachzuschalten [Heuck, et all.: 2007, S. 43]. Die entstehende Abwärme kann einerseits als Prozesswärme verwendet werden oder aber über Fernwärmenetze zu privaten Verbrauchern transportiert werden. Im zweiten Fall wird die Abwärme zur Erwärmung von Wasser genutzt, das anschließend über ein Rohrleitungsnetz die Haushalte erreicht. Über einen dort installierten Wärmetauscher kann die Abwärme des Biomas- seheizkraftwerkes dann für die Beheizung des Gebäudes verwendet werden. < Grafik 15: Funktionsprinzip eines Biomasse-Heizkraftwerkes> KAPITELVI Höherer Nutzungsgrad durch Kraft-Wärme-Kopplung Biomasse-Heizkraftwerk: Durch das Verbrennen von Biomasse wird Dampf erzeugt, der eine Turbine antreibt. So lässt sich in einem Generator Strom erzeugen, der dann ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Auch die Abwärme lässt sich nutzen, um beispielsweise über ein Fernwärmenetz Gebäude zu beheizen.

Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download