DCTI - Bioenergie Vers.1.2

76 3 Nordamerika USA In absoluten Zahlen gehören die USA zu einem der größten Verbraucher von Holzpellets. So betrug Ende 2006 die Nachfrage nach Holzpellets rund 1,4 Mio. t, was einem Anstieg von 200 Pro- zent gegenüber 2002 entspricht. In Bezug zur Einwohnerzahl gesetzt ist der Pelletsmarkt in den USA dennoch als relativ klein einzustufen. Das niedrige Preisniveau für Kohle ist maßgeblich für die noch begrenzte Nachfrage nach Holzpellets für die Wärmeerzeugung verantwortlich. Holzpel- lets finden als Brennmaterial in den USA fast ausschließlich in privaten Haushalten Verwendung. [IEA Bioenergy Task 40: 2009d, S. 3ff] Kanada Kanada ist historisch betrachtet einer der größten Holzexporteure der Welt. Dennoch spiegelte sich die Chance, Biomasse zur Wärmeerzeugung zu nutzen, lange Zeit nicht in staatlichen Anreiz- programmen wieder. Mittlerweile erhalten Betreiber von Anlagen, die Biomasse zur Wärmeerzeu- gung nutzen, aber einen Zuschuss von 25 Prozent zur Investitionssumme [Kaltschmitt, et all.: 2009, S. 20]. Bisher geht jedoch mit mehr als 80 Prozent der größte Anteil der Pelletsproduktion, die für 2009 auf 1,4 Mio. t geschätzt wird, in den Export. Schätzungen gehen jedoch davon aus, dass sich der inländische Pelletsverbrauch von 230.000 t in 2009 auf 350.000 t in 2010 erhöhen wird [IEA Bioenergy Task 40: 2009e, S. 22ff]. 4 Sonstige Ländermärkte In den letzten beiden Jahren führte ein Vielzahl von Ländern neue Förderprogramme und Ziel- setzungen für die Wärmeerzeugung aus Biomasse ein. So strebt beispielsweise Norwegen an, bis 2020 14 TWh mit Bioenergie zu erzeugen. Biogas spielt vor allem in Entwicklungsländer eine Rolle bei der Deckung der Wärmenachfrage. So sind derzeit in Indien, China, Nepal, Sri Lanka und Vietnam mindestens 17 Mio. überwiegend kleinere Biogasanlagen in Betrieb. Auf diese Weise wurden beispielsweise 2006 in China rund 8 Mrd. m³ Biogas hergestellt [Kaltschmitt, et all.: 2009, S. 20]. Produktion für den Export

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